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Kim Ki-Duk (Buch, Regie & Schnitt)

Kim Ki-Duk definiert sich selbst als Filmemacher zwischen Hong Sangsoo und Lee Chang-Dong – beide sind Regisseure mit „intellektuellem Anspruch“. Ki-Duk bezeichnet sich selbst jedoch als „Nicht-Mainstream“. Damit möchte er seine Ideologie und Ästhetik gegen die der anderen abgrenzen. Folglich könnte ihm, Kim Ki-Duk, der selbst immer wieder bis an die Grenze geht, jede Art von „Mainstream“-Gefühlen oder dessen Form des Diskurses unangenehm sein.

Kim Ki-Duk wurde in Bonghwa geboren, nördlich der Provinz Kyungsang. Aufgewachsen ist er in einem Bergdorf. Im Alter von neun Jahren zog er mit seinen Eltern nach Seoul. Er begann eine Ausbildung in der Landwirtschaft, nachdem er gezwungen war, die Schule zu verlassen, weil man seinen Bruder der Schule verwiesen hatte. Mit siebzehn Jahren fing er an, in einer Fabrik zu arbeiten, und mit zwanzig meldete er sich zum Dienst bei der Marine-Infanterie. Nach der Zeit beim Militär war er zwei Jahre lang in einer Kirche, die sich um Sehbehinderte kümmerte, und wollte Priester werden. Gleichzeitig begann er wieder zu malen, was er schon als Kind getan hatte. 1990 ging er für ein „Auslandsstudium“ nach Frankreich und verkaufte in den darauf folgenden beiden Jahren seine Bilder. Er hat nie eine herkömmliche Schulbildung genossen.

Demzufolge begann Kims Leben als Filmemacher auch ganz anders als das seiner Kollegen. Da er keinen fest gelegten Ausbildungsweg der Filmindustrie durchlaufen hat, hat er nie als Regieassistent gearbeitet und ist auch kein Film-Verrückter geworden. Er hat sich selbst das nötige Wissen beim Drehen seiner Filme erarbeitet und gleichzeitig mit dem Medium experimentiert. Genau dies ist auch der Grund für seinen freien Umgang mit dem Medium Film. Man könnte seine Filme als autobiographisches Schreiben mit der Kamera sehen. Darum bezeichnet Kim jeden einzelnen seiner Filme auch als „Fortsetzung“ seines Gesamtwerks.

Für Kim sind sein Leben und seine Filme eng mit dem Sujet Grausamkeit verwoben. Die grausame Wirklichkeit, die er in seinen Filmen zum Ausdruck bringt, mag vom Publikum gefürchtet und von der Kritik verabscheut werden, doch wenn die Energie, die seine Filme ausmacht, als dunkel und ungerecht empfunden wird, kann dies nicht nur an seinen Filmen liegen. Vielmehr ist es der Versuch, die Grausamkeit unseres Lebens und der Welt, in der wir leben, zu thematisieren.

Er fügt hinzu, dass Filmemachen für ihn „ein Prozess ist, bei dem er sein eigenes Missverstehen in Verstehen umwandeln kann“.

 

Der vielleicht schönste Film des Hamburger Filmfests!
NDR Fernsehen
So reduziert und zwingend wie die Geschichte ist auch die Form. Jedes einzelne Bild ist dabei so schön, dass man es sich an die Wand hängen möchte.
Blickpunkt:Film

 



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